Die Geschichte der Friesenpferde__Friesenemblem               


Der Friese gehört mit seiner über 2000jährigen, eigenständigen zuchtgeschichtlichen Entwicklung zu den

traditionsreichen Pferderassen Europas.

Von dem germanischen Stamm der Fristii, der seine Heimat im nördlichen Teil der heutigen Niederlande

hatte, berichtet Julius Caesar, dass dieser einen Pferdetyp züchtet, der sich in seinem Gebäude von den

Pferden der Nachbarstämme unterscheidet.

Knochenfunde belegen dieses heute. Sie zeigen den Ur-Friesen als ein leichtes Kaltblut mit einem

Stockmaß von 140 bis 150 cm.

Die entscheidende Entwicklung vollzog sich dann im 16. und 17. Jahrhundert. In der damaligen Zeit war

das Spanische Pferd an allen Höfen Europas als Reitpferd der Hohen Schule vertreten.

In den heutigen Niederlanden, die zur damaligen Zeit unter spanischer Herrschaft standen, sich daraus

aber befreiten, kreuzte man mit großem Erfolg das friesische Pferd mit den Andalusiern und Kastiliern aus

Spanien ein, und züchtete so den heutigen Friesen.

In den folgenden 200 Jahren hatte der Friese seine Blütezeit. Als Schulpferd der Hohen Schule, als

Streitross und später als Karossierpferd war er sehr beliebt.

Dann aber wurde der Friese, dessen strenge Zuchtbestimmungen eine Anpassung der Rasse an den

Zeitgeschmack verhinderten, unmodern. Ein Trend, der trotz mehrer Rettungsbemühungen fast zum

Aussterben der liebenswerten Friesen führte.

Einzig dem Engagement einiger friesischer Bauern, die 1913 den Verein "Het Friese Paard" gründeten,

ist es heute zu verdanken, dass uns "die schwarzen Perlen" bis heute erhalten blieben.

Gerade der strengen Reinzucht, die der Rasse fast zum Verhängnis geworden ist, verdanken wir viele der

begehrten Eigenschaften, die den Friesen als Freizeit- und Familienpferd prädestinieren.

An erster Stelle sind da ein gutmütiger, ausgeglichener Charakter und seine große Gelehrigkeit zu

nennen, beides Voraussetzungen für eine gute Partnerschaft von Mensch und Pferd.

Innerhalb kurzer Zeit entwickelt der Friese eine persönliche Beziehung zu seinem Betreuer, die sich

bald zu einem intensiven Vertrauensverhältnis vertieft. Dies ist einer der vielen Gründe weshalb der

Friese als ein leicht zu handhabendes Pferd gilt. Allerdings ist er ein Spätentwickler.

Mit seiner Bezugsperson geht der Friese dann auch durch "dick und dünn", sei es im Gelände, wo er

sich als trittsicher und nervenstark zeigt, in der modernen Dressur ,in der Friesen bis Klasse_L

erfolgreich gehen; oder im Gespann als Kutschpferd. Auch zeigte er schon sportliche Höchstleistungen,

wie erfolgreiche Teilnahmen an nationalen und internationalen Wettbewerben zeigen.

2 Friesen vor Zwei Friesen vor dem Römerwagendem Römerwagen

 

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